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Soziale Netzwerke

Wer geht schon nicht jeden Tag ins Internet um bei facebook oder studivz Nachrichten zu schreiben, Neuigkeiten auszutauschen, zu schauen was eine Person gerade macht oder einfach nur zum Chatten. Häufig machen wir uns gar keine Gedanken darüber, wer diese Informationen abrufen kann. Dass unsere Freunde Privates über uns erfahren finden wir gut, aber wenn z.B. der Dozent oder ein Arbeitgeber genau weiß was man am Wochenende gemacht hat, findet das sicher keiner mehr lustig. Es stellen sich die Fragen, wie leicht kann man Informationen über eine bestimmte Person im Internet finden und wie viel man eigentlich über sich preisgeben sollte?

Facebook

Fangen wir mit dem wohl bekanntesten und weltweiten sozialen Netzwerk facebook an.
Es begann 2004 an der Harvard Universität, für deren Studenten dieses Netzwerk ursprünglich geplant war. Es folge die Veröffentlichung für alle Studenten der USA, 2006 für Studenten aus der ganzen Welt. Kurz darauf wurde die Seite für alle zugänglich gemacht und zur Zeit hat facebook nach eigenen Angaben weltweit 400 Millionen aktive Mitglieder.
Man kann sich ein Profil anlegen, das eine kurze Beschreibung über sich und allgemeine Informationen enthält. Hinzu kommt die Funktion Fotoalben anlegen zu können. Natürlich ist einem freigestellt, wie viele Informationen man veröffentlicht, jedoch kann man diese nur teilweise vor anderen Nutzern verstecken. Hat man jemanden als Freund bestätigt, werden alle Informationen sichtbar und man kann auch aktuelle Neuigkeiten teilen. Diese kann man dann entweder kommentieren, oder auf „gefällt mir“ klicken. Damit zeigt man, dass man das, was die Person geschrieben hat, vielleicht auch so sieht oder es einem einfach gefällt. Der facebook-Chat wird auch immer häufiger genutzt und funktioniert in einem Chat-Fenster am rechten unteren Rand der Seite.

facebook gibt es mittlerweile auch schon für Smartphones, somit kann man immer auf dem aktuellsten Stand sein oder anderen etwas mitteilen.

studiVZ

Das deutschlandweite Netzwerk studiVZ wurde im Oktober 2005 von zwei Studenten ins Leben gerufen. Sie hatten viele kleine Investoren die insg. 2,5 Mio Euro zusammenbrachten. Im Januar 2007 kaufte die Verlangsgruppe Georg von Holtzbrinck (Die Zeit, Handelsblatt) alle Anteile von studiVZ für 85 Mio Euro. Schon nach einem Jahr hatte das Netzwerk über 1 Mio aktive Nutzer (ca. 2/3 dt. Studenten). Heute sind es sogar über 2 Mio. aktive Nutzer. Die Seite ist sehr ähnlich wie facebook aufgebaut, man hat ein Profil mit privaten Informationen, Fotos und einen Chat. Je nach Einstellung sind die Daten nur für Freunde zugänglich. Wenn man allerdings auf einem Foto „verlinkt“ wird, so ist dieses Bild für alle Mitglieder sichtbar.

Vergleich der beiden Netzwerke

Die beiden vorgestellten Netzwerke sind sich sehr ähnlich und in Deutschland bei vielen Menschen beliebt. Im Informationszeitalter ist es häufig wichtig, möglichst schnell Dinge miteinander austauschen zu können. Doch trotz vieler positiven Seiten, sind die negativen nicht außer Acht zu lassen. Dazu habe ich eine kurze Pro/Contra-Liste erstellt.

 

Pro:

- Soziale Kontakte können einfach gepflegt und geknüpft werden;

- Man ist immer auf dem neuesten Stand über seine Freunde

- Fotos können einfach hochgeladen und angeschaut werden;

- Es bietet alles in einem: Chat, Nachrichten, Fotos;

 

Contra:

- Anonymität ist sehr gering, man kann von jedem gefunden werden;

- Ungewissheit über den sicheren Umgang mit seinen Daten;

- Man steht unter dem Druck, immer auf dem neuesten Stand zu sein;

- Fotos können missbraucht werden und Berufschancen vermindern;

- Medienüberflutung, Informationsüberflutung;

Bewertung

Als Resultat stellt man fest, dass sich die positiven und negativen Aspekte solcher Netzwerke meist im Gleichgewicht halten. Man kann selbst entscheiden, was man über sich preisgibt, und nur das zählt. Wenn man jedoch zu viele Informationen über sich ins Internet stellt, muss man damit rechnen, dass diese vielleicht nicht immer geschützt behandelt werden, sondern auch für falsche Zwecke missbraucht werden. Man sollte also nur das ins Internet stellen, worüber man sich nicht schämt und was jeder erfahren darf. Auch mit seinen persönlichen Angaben (Geburtstag, Adresse etc.) sollte man sehr vorsichtig sein, da diese im schlimmsten Falle anderweitig verwendet werden (Werbezwecke etc.).

Dass man nach sozialen Netzwerken auch süchtig werden kann ist weit bekannt. Seit der Einführung solcher Netzwerke tritt dies des Öfteren auf. Also mein Ratschlag: So wenig wie möglich und so viel wie nötig, schließlich gibt es auch noch das richtige Leben mit echten Freunden!